Fonds professionell 4/2017 :

Mit großen Schritten kommt die Mifid II auf die Finanzvertriebe zu, immer noch sind Fragen offen. Fest steht jedoch, dass die Produktauswahl zukünftig schrumpfen wird.

Die Grundidee der EU-Richtlinie Mifid besteht darin, private Anleger besser zuschützen. Sie sollen zu jedem Zeitpunkt wissen und verstehen, welche Interessen ihre Berater vertreten, wie viel und woran diese Berater verdienen, warum ihnen bestimmte Produkte angeboten werden und andere nicht, und das alles soll auch über längere Zeiträume hinweg sichergestellt sein. Ob diese Ziele erreicht werden oder nicht, wird sich im Verlauf der nächsten Jahre zeigen, fest steht hingegen eine Sache bereits heute: Die Produktauswahl für die Kunden wird schrumpfen, weil viele Wertpapierfirmen ihre Paletten aus Risiko- und Kostengründen verkleinern müssen. Die mit Jahresbeginn in Kraft tretende Novelle des Wertpapieraufsichtsgesetzes (WAG 2018) enthält neue Product Governance Regeln, die eine Festlegung von sogenannten „Zielmärkten“ vorsieht…

Ausgedünnte Produktregale